Ein kleiner Drache zur Erinnerung: Ursula von der Leyen besuchte das Mehrgenerationenhaus Spontan kniete sich die Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen zu den malenden Kindern auf den Rasen, nahm einen dicken Pinsel und rote Farbe, und mit ein paar schwungvollen Strichen war ein süßer, Feuer speiende Drache geboren. Ursula von der Leyen hatte bei ihrem Besuch im Mehrgenerationenhaus Lübeck-St. Lorenz am 1. September schnell die Herzen erobert – vor allem die der Kinder. Aber auch junge Mütter gaben der CDU-Politikerin, Ärztin und siebenfacher Mutter wie selbstverständlich ihre Kleinkinder auf den Arm, machten begeistert Fotos. Dank ihrer herzlichen Natürlichkeit war von Hemmungen gegenüber dem hohen Besuch aus Berlin nicht viel zu spüren. Vor Jahren hatte Ursula von der Leyen – noch als niedersächsische Familienministerin – das Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser ins Leben gerufen, anfangs mit großer Skepsis ihrer Politikerkollegen. Inzwischen gibt es bundesweit rund 500 Einrichtungen, die das Miteinander von Jung und Alt mit finanzieller Hilfe der Bundesregierung und der Europäischen Union fördern. ‘Eine Zahl, auf die wir stolz sein können’, sagte die Ministerin und erntete den Beifall der zahlreichen geladenen Gäste, Ehrenamtlichen und Projekt-Teilnehmenden. Drei Häuser hatte die Ministerin an diesem Tag in Schleswig-Holstein schon besucht, bevor sie nach Lübeck gekommen war. Die Mehrgenerationenhäuser seien notwendig, um de Erfahrungsaustausch der Generationen wie früher in den Großfamilien lebendig zu halten, sagte von der Leyen. Bei Fragen wie zum Beispiel ‘Was mache ich, wenn mein Kind in der Pubertät ist und mich doof findet?’ können die Älteren den Jüngeren helfen. Und: ‘Kinder brauchen Kinder’, so die Ministerin. Bei ihrem von Projektleiter Stephan Borowski geführten Rundgang durch die Räumlichkeiten und den Garten der Einrichtung zeigte sich die Ministerin angetan von dem künstlerischen Schwerpunkt der Einrichtung: ‘Dies ist ein unverwechselbares Mehrgenerationenhaus mit einem einzigartigen Konzept.’ Beispielhaft demonstrierten die ehrenamtlichen Kursleiter und teilnehmenden Kinder und Jugendlichen die Atelierpädagogik. Figurentheater mit selbst gemachten Handpuppen, Töpfern und Malen waren die Stationen. In der Fahrradwerkstatt unterhielt sich die Ministerin ausführlich mit den Mechanikern Manfred Belz und Klaus Zeidler. Gleich war man beim Thema Erziehung einer 15-Jährigen . . . Auch über das Angebot für Behinderte durch den Kooperationspartner Vorwerker Diakonie informierte sich Ursula von der Leyen. Am Schluss setzte sie sich dann noch ein wenig zu den Karten spielenden Senioren im Offenen Treff. Dort verabschiedete sich die Ministerin: ‘Hier ist das pralle Leben, mit einem großen Tisch im Offenen Treff, wie bei einer Familie. Hier können Eltern, Kinder und Ältere alte Rituale und Erkenntnisse neu beleben, ohne verwandt zu sein. Ich wünsche Ihnen viele helfende Hände und vor allem Gottes Segen!’ Weitere Informationen: Mehrgenerationenhaus Lübeck-St. Lorenz, Hansering 20 b, Projektleiter Stephan Borowski, Tel. (0451) 399 80 63, E-mail: borowski-s@versanet.de Internet: www.mehrgenerationenhaueser.de
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